Halbzeit

16 septembre 2006

Balla balla in Bali...

Eigentlich wollte ich den Blog mit Australien beenden, doch mein zwanghafter Mitteilungsdrang, laesst mich nich!
Seit 25 Stunden bin ich nun schon in Indonesien und um dem Kulturschock zu entgehen, habe ich die meiste Zeit mit schlafen verbracht. Der Flug war gut. Ich sass am Fenster und unten zog der rote Kontinent vorbei. Neben mir, ein netter Australier und Bali-Insider.. Da ich absolut keinen Plan hatte, was mich auf der Insel erwartet, und ich auch noch meinen (sowieso nutzlosen) Minireisefuehrer, in Verenas Tasche vergessen hatte, kam mir der Mann gerade recht.
Er hat mich auch gleich noch in seinem Taxi mitgenommen und mich vor nem recht netten Hotel ausgesetzt.
Jetzt war ich ganz alleine und muede.. ich glaube, ich bin so halb vier eingeschlafen und erst heute morgen wieder aufgewacht.
Nachdem ich heute fuenf Stunden durch Kuta (beruehmt fuer die Bali Bombings) gelaufen bin, habe ich, glaube ich nen ganz gutes Bild bekommen, was es bedeutet Tourist in Asien zu sein.
Bali (zumindest hier im Tourimekka Kuta) ist vor allem drei Dinge: dreckig, stinkend und spott billig.
Das Wirrwarr der engen Gassen (will es nicht gleich Strassen nennen) zieht sich chaotisch durch das Haeusermeer, links und rechts gesaeumt von Laeden. Darauf draengen sich ein Moped am anderen, dazwischen Taxis und die ein oder andere Pferdekutsche.
Fussgaenger sieht man kaum. Die Ladenbesitzer versuchen die Touristen in die Laeden zu 'locken'.
Die meisten sind zurueckhaltend, andere laufen brabbelnd neben dir her, oder ziehen dir am Arm. Ueberhaupt, scheint hier jeder etwas verkaufen zu wollen und fuer Geld alles zu machen.
Vor Terroristen habe ich keine Angst, davor, beim Ueberqueren der Strasse ueberrollt zu werden, zumindest groessten Respekt.
Zum Fruehstueck ging ich in ein menschenleeres Restaurant. Ich hatte Toast mit Eiern und Speck, dazu Bananen-Pancakes, nen Teller Obst, zwei Kaffee, Orangensaft, ne Cola. Gekostet hat mich das ganze nicht ganz 5 Euro. Ich war zum platzen gefuellt und musste bald feststellen, dass ich in eines der teueren Restaurants gegangen bin. Zusehr weh getan hatte es jedoch nicht.
Weiter geht es durch Kuta.. ueberall trifft man auf Frauen und Kinder, die etliche Blumengestecke und Opfergaben, hin zu denn Hindutempeln tragen. Der Fussweg ist ueberfuellt mit kleinen Goettergaben, verziert mit Reis und Blumen, Keksen und Raeucherstaebchen. Man muss aufpassen, nicht staendig reinzutreten, die gesamte Luft riecht nach Abgasen, gewuerzt mit dem Rauch der Klimmstaengel. Auch muss man aufpassen, seinem Kreislauf genuegend Pausen zugeben. Mir machten die Eindruecke vom Spaziergang, gemischt mit der aequatorialen Hitze und zu wenig Wasser, ganz schoen lustig im Kopf.
Gruene Parks? Fehlanzeige! Hindutempel? Oasen der Ruhe und Meditation? Hab ich hier auch kaum entdeckt.. Dafuer aber nen Internet, recht billig und zu trinken dibts an jeder Ecke.
Fuer ne kalte Cola, fuer die ich im australischen Convenient Store um die 2 Euro bezahlt habe, bekomme ich hier sechs oder sieben..
Naja, trotz allem Muell, Gestank, recht haesslichem Strand und der Aufdringlichkeit der Leute, finde ich es extrem schoen, hier zu sein.. Australien ist bereits vergessen.. Kaum zu glauben, wie langweilig das Leben da unten war :) und wie extrem teuer. Morgen kommt dann Verena, ich hoffe wir finden uns bei dem Chaos hier und dann freue ich mich auf richtiges Bali.
Bis dann.

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14 septembre 2006

Aus !

Nachdem der 'Crocodile Hunter' und die Rennfahrlegende 'Irgendwer Brock' dieses Universum verlassen haben, bricht nun erneut die Welt der Australier zusammen.. Ja ja, geliebtes Land, es ist soweit. Ich muss weg!
Aber, bevor ich erneut melancholische Shit-Parolen ins Internet schiesse, hier ein kleiner Versuch, mir die Trauer, mit Optimismus von der Seele zuschreiben.

Juhu.. bin gerade zurueck gekommen, von fuenf endgueltigen Farmtagen, bei Questa und Bill's.  Hat sich, wie immer angefuehlt, als waere ich nie woanders gewesen.. Wie gewoehnlich, standen wieder allmorgentliches Kuehe fuettern, bei ALDIs shoppen, Karten spielen und sich tot scrabblen, auf dem Programm und viele andere Geschichten.
Heute Ging es mit dem Zug zurueck nach Sydney.. Ein letztes Mal mit dem Zug fahren, der mich schon vor ziemlich genau elf Monaten nach old Richmond geschaukelt hatte.
Sydney, muss ich ignorieren. Bleib also drinnen, weil mir beim Anblick der Schoenheit der Stadt, zu viel Erinnerungen durch den Kopf schiessen. Ich haette eigentlich noch paar Dinge zu tun, aber das muss noch warten. Zum Glueck ist mein Verena-'mate' aus alten Tagen in town.
Sie fliegt am Sonntag aus und wir werden die Nacht wohl mit Betrinken oder Rumheulen verbringen :)
oops.. ich merke gerade, dass ich mehr und mehr in dem Depri-Sumpf rutsche, also Schluss jetzt.
Eigentlich wollte ich mal bisschen Bilanz ziehen. Aber das mache ich wohl wenn ich weg bin hier und bestimmt interessiert es auch wenige.

Gut, ich trete mir Mal eben in den Hintern, um mich zu positiveren Statements zu bewegen. Ich bin eigentlich voll froh und gluecklich.. Denn zurueck liegt das Deluxe Jahr meines, noch so kurzen Lebens.
Ich bin weder von der sooooooo 'boesartigen' Tierwelt gebissen, gestochen oder verschluckt worden, noch hatte ich irgendwann mal das Gefuehl, dass mir irgendetwas ueber den Kopf zuwachsen scheint.
Ich weiss zwar, dass ich nicht alles vom Lande gesehen habe und vielleicht am einen oder anderen Ort etwas zu viel 'Zeit' gelassen habe, dennoch bin ich so froh, dass alles so abgelaufen ist, wie es halt abgelaufen ist. Ich will gar nicht erst anfangen, die ganzen positiven Nebeneffekte, die das Reisen mit sich bringt, aufzuzaehlen und bin auch nicht trauchig, dass es meinem Bankkonto (trotz Zuverdienens) nicht mehr altzu gut geht, weiss ich, dass es jeden einzelnen Cent wert gewesen ist.
Wer immer noch denkt, dass solch ein Jahr, ausschliesslich mit Urlaub und Faulsein und wohl moeglich mit der Verschwendung, soooo wertvoller Zeit (die man zum basteln an der Karriere nutzen sollte) zu tun hat, den hat der ein oder andere Bericht hoffentlich die Augen geoeffnet..
Ich wuesste nicht wo ich anfangen sollte, all die Erfahrungen aufzuzaehlen, die mich das ganze reicher gemacht hat. Schnell begriffen habe ich wohl, dass Optimismus, eines der wichtigsten Dinge im Leben ist.
Natuerlich koennte man behaupten, dass bisher, Jahr fuer Jahr so tadellos und ohne Rueckschlaege verlaufen ist, dass es auch schwer sein muss, irgendwie mit Bange nach vorn gucken zu koennen.
Auch habe ich fuer mich gemerkt, wie wichtig es ist, nie auf der Stelle stehen zu bleiben.. Man kann versuchen eine Situation auszuschoepfen, so lange es geht, hoert sie aber auf einen voran zu bringen, oder einfach seinen Reiz zu verlieren, sollte man weiter ziehen.. Deshalb muss ich auch anfangen, den Kopf zu heben und nach vorne zu gucken und aufhoeren, trauchig zurueck zu blicken, denn andere Dinge (auf die ich micht durchaus freuen kann) werden kommen. Bloed ist eigentlich nur, wie kreativ und hungrig einen, ein solches Erlebnis macht und wie schwierig es wird, irgend eine dauerhafte Entscheidung fuer sich selbst zu treffen. Man trifft zu viele total unterschiedliche Menschen und bekommt nochmehr Ideen von Moeglichkeiten, an die man nie denken wuerde. Aber warum soll man sich auch, auf Dauer festlegen, sowas bloedes, Leben ist so wechselhaft, wie das Wetter im April, und das ist (finde ich zumindest, viele andere sind wohl anderer Meinung) auch gut so!

In diesem Sinne, auf Wiedersehen Australien! und Hallo Heimat!, doch zuvor erst noch nen bisschen 'Take it easy' auf Bali :) Oh und noch ganz kurzer Dank, an alle Leser (in der letzten Zeit hatte ich ja irre hohe Einklickquoten) danke fuer die vielen, vielen e-Mails, die mich immer wieder spuehren lassen haben, trotz der Entfernung, nicht in Vergessenheit zu geraten.

- - - - - - - -  Vorsicht, es folgen ernstgemeinte Sentimentalitaeten  - - - - - - - -

Dank an Mutti und Vati, dass ihr mir, in den vergangenen 21 Jahren, so viele gute Dinge auf den Weg mitgegeben habt, mir nie (soweit ich mich zurueck erinnern kann) auch nur den kleinsten Stein in den Weg gelegt habt und somit immer genug Platz fuer 'selbststaendige Entwicklung' (eigentlich war ich nie besonders selbststaendig) und Kreativitaet in eigener Sache gelassen habt und ich hoffe, dass das Resultat, ganz in Ordnung geht :)
Megadank, dass ihr tausende von Euros und Kilometern auf euch genommen habt, um meine Situation, ganz persoenlich vor Ort zu pruefen. Die Reise mit euch zusammen war ganz, ganz gross und ich betrachte sie als wichtigen Wendepunkt, der mir nach bisschen langsamen Start in die ganze Sache hier, nen Riesenpush gegeben hat.
Danke auch dafuer (Mutti), dass du die ganzen Formalitaeten, zu Hause abgewickelt hast und ich dadurch, das Ganze hier unten noch mehr geniessen konnte. Danke Paps, dass du wenigstens ab und an mal, den Aufwand, des Computer Hochfahrens, auf dich genommen hast, um dich fuer meine Berichte zu interessieren und natuerlich dafuer, dass immer jemand das Telefon beantwortet hat, wenn ich angerufen habe:)

Bruderherz, ich will noch mal ausspucken, um wieviel anstraengender, das ganze Jahr abgelaufen waere, haette ich nicht, auf so ein Schmuckstueck, wie deinen alten Ford und deine (ich muss es zugeben) recht wertvollen Tips, zurueckgreifen koennen.

Ganz besonderer Gruss an mein Schwesterlein Romy.. Danke auch an dich, fuers Teilen der vielen Erfahrungen und Eindruecke, waerend unseres so besonderen Roadtrips. Ich habe erfahren, wie viel es ausmacht, wenn man teilen kann und ich bin mir sicher, dass auch an dir die Zeit 'down under' nicht spurlos vorruebergegangen ist. Und ewig werden wir uns an Begriffe wie 'Nyngan' und 'Heike M.' erinnern:)

Special Thanks an Familie Koeber/Liebsbande! Fuer die viele Unterstuetzung und vor allem, die unglaubliche Guete, alles in die Wege geleitet zu haben, mir das allergroesste Geschenk nach Australien zu schicken!
Ja mein Kaefer, du bist gemeint! Ich bin so gluecklich, dass du mir nicht nur die fuenf schoensten Wochen ueberhaupt beschert hast, sondern damit auch zu nem wichtigen Teil des ganzen geworden bist. Grossartig zu wissen, dass du nachfuehlen kannst, wenn ich von der Schoenheit der Orte und Erlebnisse schwaerme, weil du selbst vor Ort gewesen bist. Auch noch mal, riesen Achtung, fuer die ganzen Entbaehrungen, deine Geduld und das viele Warten. Was auch kommt, du weisst, dass uns das niemand nehmen kann und ich immer fuer dich da sein werde. Genauso hoffe ich, dass dir das ganze ebenso, nen grosses Mass an Inspiration und Motivation, eingebracht hat. Du bist in meinem Herzen.

Wer noch...

Oh.. merci beaucoup à mes frères d'Echuca Joel et Stéphane..

Oh what a big time.. Can't stop thinking of all the great times we had with all the chats, dinner parties, tomato sessions, car park drinking and the so special Port DOUGlas (can't get rid of the bloody french accent) time ... etc
Wish you luck, great travels.. enjoy yourselves and Ozzy (+ the girls) Don't forget to drop a line every now and again.
Heaps of love, mates.. catch you in Paris. HahA

Oh kleines ''Hallo", bei der Abschlusszeremonie auch noch an die Bayoern Gurlz.
hehe.. hab euch noch nicht vergessen, hoffe ihr bahnt anstaendig euern Weg und lasst mal wieder was hoeren.. immernoch unvergessen: Der Rosengarten !! und Kanga. Hehe..

Schlussi schlussi..jetz! Ich musste das mal kurz loswerden. So jetzt gehts mir auch schon besser. Auf in den Pub, jetzt. Ich werde jetzt noch 14 aufregende Stunden Down Under verleben und schon bin ich im Flieger und wenn ihr das alles lest, bin ich wahrscheinlich schon auf der Blumeninsel.
Aber lest schnell, die Tage des Blogs sind gezaehlt. Ich werde wahrscheinlich auch nicht viel Gelegenheit haben, viele eMails zu schreiben. Und bald seh ich euch alle.. bis dahin, haltet durch und Ahoi..

Euer Ex-Australier, jetzt Neu-Balinese (Ich finde das klingt akzeptabel)



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06 septembre 2006

angenehme Bankruhe

Da hatte ich mir ja was ausgedacht. "Du darfst hier nicht bleiben!", sagt die Flughafenfrau, als ich mich, gerade in Sydney angekommen, in einen der weichen Stoffsessel niederlies, um die vier Stunden zu verbringen, bis wieder Zuege ins Nuttenviertel fahren wuerden.
Ohne direktes Anschlussflugticket, musste ich raus aus dem angenehm warmen Flughafengebaeude.. Nen Hotel sollte irgendwo sein. Aber ueber 80 Dollar zu zahlen, fuer gute vier Stunden, kam mir auch nicht in den Sinn.
Draussen treffe ich, die einzige Person weit und breit. Saskia, mit zwei grossen Rollkoffern, gerade aus Melbourne angekommen. Noch eine dachte ich, aber sie war nur auf der Suche nach einer Hotelbar, um die Nacht wegzutrinken. Gute Idee, dachte ich und schloss mich an. Nach einiger Zeit, sinnlosem Herumlaufen, dann die Erkenntnis, kein Hotel, weit und breit und erst recht keine Bar.
Sie ging dann zurueck in die Wartehalle (zu der ich keinen Zutritt hatte) und ich machte es, wie die Penner und blieb zurueck, auf einer kalten Aluminiumbank, inmitten des riesen Parkplatzes.. Brrrr.. Mein Hintern war doch noch die tropischen Naechte von Cairns gewoehnt, aber was solls, dachte ich, schliesslich habe ich diesen auch schon an weitaus ungemuetlicheren Orten gebettet.
Nach drei Stunden bibbern, trotz jedem Pullover, den ich finden konnte, oeffnete der Flughafen endlich seine Glastueren und ich fand endlich ein wenig Frieden, in einem der netten Flughafensessel.. von denen ich, die ganze Nacht getraeumt hatte.

Jetzt bin ich zurueck im Kanga House, oder 'Home''. Sydney, ist wieder schoen, und ganz schoen warm, zumindest tagsueber, aber ich habe paar Sachen zu erledigen.. Heute abend, kommt dann Samuel (aus Port Douglas) und paar andere (von vor zwei Monaten) sind immernoch hier. So bin ich wenigstens nicht allein :)

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04 septembre 2006

des jours trop francaises..

Und eine weiter kleine Ergaenzung, von der trauchigen Abschiedstour, vom Backpacker-Lifestyle, der wohl suechtig macht und so schwer ist aufzugeben.
Langsam werde ich trauchig.. Bin zurueck in Cairns, von vier perfekt gestylten Tagen in 'very posh' Port Douglas.
bye_port_douglasAm Donnerstag, bin ich dahingefahren, um den beiden Tomatenkoeppen Stephane und Joel (aus der Echuca Epoche) 'au revoir' zu sagen..
Wohnen konnte ich, zum Glueck, umsonst, auch wenn es illegal war. Das Gesparte, konnte ich dann in Fruestueck investieren. Das Zelt war recht klein und zu fuenft (drei verrueckte Franzosen und eine liebe Kanadierin) mutete es eher einer Sardinendose an.
Die meiste Zeit, waren wir wohl am Strand. Endlich habe ich auch mal erfahren, wie reife Kokusnuesse aussehen, und dass man nicht hochklettern muss, weil die reifen normalerweise runter fallen. Samuel (French) hat mich auch ins Kokusnuss-Schaelen und oeffnen eingefuehrt. Man kommt schwer los von dem Zeug, aber irgendwie haben die auch was abfuehrendes:)
Abends waren wir dann entweder auch am Strand, im Open-Air Kino oder einfach nur relaxtes dahinbaumeln in der Haengematte und Sterne gucken. Gestern haben wir nen Abschieds Aussi Barbecue veranstaltet, mit Kangarooburgern und so.
Gestern war ich auch irgendwie, den ganzen Tag nass.. Die ersten Vorboten der Regenzeit, sind wohl aufgewacht und habens ordentlich schuetten lassen. Mit Loeffeln haben wir das ganze Zelt mit nem Abflusssystem ausgestattet, den Nachmittag haben wir im lauwarmen Pazifik verbracht, auch mit viel nass von oben und mit Regenboegen und so.
Ja heute mogen bin ich dann zurueck gefahren, ins heisse Cairns. Werde noch bisschen relaxen, hab vorhin auch gerade noch zufaellig zwei Schwedenbekannte getroffen. Morgen frueh werde ich, den Schrotthaufen auf seinen letzten Gang, begleiten und auf nach Sydney. Das ganze Abenteuer wird dann also bald dort ausklingen, wo es vor elf Monaten so aufregend begonnen hat. Ohje, ich will gar nicht zurueck denken..
Also, sorry mates, zu Hause, ich freue mich zwar auf euch alle, aber ich wuerde es, glaube ich, bevorzugen, noch nen Weilchen hier, oder irgendwo anders, ausser zu Hause sein (es ist hoffentlich nur die Abschiedsmelancholie, die mich solche Dinge schreiben laesst)

Aber was pflegt Oma Questa immer zu sagen, bevor sie ins Bett geht: "Goodnight, see you tomorrow,[...] Hopefully."

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28 août 2006

Am Ende einer Reise.. dennoch nicht am Ende :)

Cairns! Cairns ist vor allem eines: Heiss! Viele reden von Cairns, als wuerden sie von einem haesslichen Verunkel, auf sonst makeloser Haut sprechen. Mit allerschlimmsten Erwartungen sind Elli und ich, vor drei Tagen, nach einer Nacht in Port Douglas, mit Superzimmer und Lagerfeuer am Strand, mit Stephane, Joel (Tomatoes) und ner Hand voll anderer, aufgebrochen, um in die kleinen Tropenmetropole zu duesen.
Kurzer Stop noch mal an Ellis Beach und ab ...

Es stimmt auf jeden Fall, das Cairns nur einem Zweck erfuellen zu scheint, naemlich jenem, alles anzubieten, was ein erlebnishungriges Touristenherz begehrt und was dessen Geldbeutel nicht gerade gluecklich macht. Und so reiht sich munter, ein Hotel ans andere, unterbrochen von Millionen von Tourveranstaltern, die fuer Tauchausfluege, Bungee-Jumps, Charterboote, Kreuzfahrten, Grassski oder Urwaldtouren, werben, einfach allem, wonach einem gerade der Sinn steht.
Zu diesen Einrichtungen gesellen sich dann massenweisse Restaurants, Nachtmarkt, Casino, Nachtclubs und noch mehr Hotels, alles gewuerzt mit Palmen und ner Menge tropischen Klischee-Feeling. Alles scheint nach purem Kommerz zu riechen und irgendwie, obwohl ich solche Orte, die sich an der Ostkueste fast schon gegenseitig auf die Fuesse treten, grundsetzlich ausnahmslos ablehne, auch nur irgendwie schoen zu finden, muss ich sagen, dass ich die Stadt, aussnahmsweise recht angenehm empfinde..
Kann sein, dass gerade jetzt ein besonders guter Zeitpunkt ist, um hier her zu kommen, befindet man sich gerade in der Nebensaison, oder weil, auf Grund des irren Angebotes, die Preise fuer viele Aktivitaeten besonders gering sind. Viele Sachen gibt es auch fuer ganz umsonst.
la_notte_in_cairnsGestern waren wir z.B. an der 'Lagune'.. ein grossraeumig (nicht unbedingt schoen) angelegtes Schwimmbad, mit viel Liegeplatz, Fontaenen und Sandstrand, direkt im Stadtzentrum, weil es dem Ort an natuerlichen Sandstraenden mangelt. Gleich nebenan, konnte man der Musik des Cairns Festivals lauschen, welches umsonst ist.. Fuer Gallerien, Museen bezahlt man auch nix und auch sonst gibts ne Mange um die Zeit totzuschlagen.
Wenn die Nacht ueber Cairns hereinbricht, bringt sie ne Menge Sympathie mit sich, in Form von Strassenkuenstlern, vollen singend und tanzenden Restaurant und Bar-Terassen, viel Licht Effeckte, Musik und man kann einkaufen bis spaet in die Nacht..


Oops.. bevor ich es vergesse, der gestrige Tag stand auch ganz im Sinne, der Einloesung meiner
'20 Reisepunkte', die mir die Zusammenarbeit mit der Nursing-Agentur, eingebracht haben. Ohne auch nur ueberhaupt eine Minute darueber Nachgedacht zu haben, hatte ich diese am Donnerstag angerufen, um zu gucken, was sie hier oben so anbieten. Die haben dann gleich darauf losgebucht, und schon Freitag hatte ich meinen Gutschein fuer nen TandemSkydive, ueber der Stadt, in der Hand.
Gestern frueh wurde ich dann zeitig abgeholt.. kurze Einweisung, noch kuerzerer Haendedruck, des Typen, dem ich, bald an seinen Bauch geschnallt, mein Leben in die Haende geben wuerde, bald darauf sassen wir im 'Flieger'.
Dieser stammte wohl aus der Kriegszeit und in den Laderaum wurden wir dann, einer nach dem anderen hineingepferscht, wie Tunfisch in eine Dose :)
Der Flug war genial, ich sass an der Glastuere, die Stadt und das gigantische Umland, samt Riff und Regenwald unter uns und konnte mich schon mal bisschen dran gewoehnen, in weniger als fuenf Minuten, wie nen Stein vom Himmel zu ballern. Ziel waren 10.000 Fuss Hoehe (fragt mich nicht was das in Meter ist) und schon ging die kleine Tuere auf..
Keine Sekunde zum ueberlegen, zweifeln, Angst haben, denn schon sass ich auf der Schwelle und Max (an meinem Ruecken befestigt) befoerderte mich mit nem Schubs aus der Maschine. Und dann faellt man, und faellt und faellt... Man denkt an nichts, sieht nur die unglaubliche Schoenheit der Umgebung und fuehlt wie der Wind, jeden einzelnen Gesichtsmuskel ordentlich verformt. Man vergisst beinahe, das ganze zu geniessen.. Sollte man, vor lauter Adrenalin ueberhaupt Herr seiner Gefuehle sein, dann bekommt man mit, dass sich von den endlosen Zuckerrohrfelder langsam, jedes einzeln abzeichnet und Haeuserdaecher, recht schnell, immer groesser werden. Und nach 30 Sekunden (gefuehlte 25) gibt es nen kraeftigen Ruck nach oben. Juhu... der Fallschirm hat funktioniert :)
Zeit den Kopf zu drehen, sowie ein wenig Sightseeing, der Wind laesst nach, unter einem Kreisen Raubvoegel.. Links die Krokodilfarm (da will ich lieber nicht aufschlagen) rings herum ueberall Zuckerrohr (da bitte auch nicht, weil es von Schlangengetier nur so wimmelt) und irgendwo dazwischen, ne kleine, quadratisch gemaehte Rasenflaeche.. unser Ziel. Dann werde ich ins Lenken eines Fallschirmes eingewiesen.. Guter Kick, wie man noch mal spiralenmaessig durch die Luefte wedelt und fertig zur Landung.
Fuesse auf den Boden und Hosenboden ins Gras.. Juhuuuuh. Ueberlebt! Und nen grossen Kick reicher..

Ja und heute morgen hiess es zeitig aufstehen. Denn Ellis Flieger nach Sydney ging um 6.25 Uhr..
Hatten ganz schoen Schwierigkeiten wieder die ganzen Sachen in Elli's Rucksack zu stopfen. Aber dieses Mal heisst es ja 'nur' bis ganz bald und so ging der Abschied, recht easy vorrueber und bald verschwand sie also wieder.. Und ich freue mich noch immer, die fast finalen fuenf Wochen, die allerbesten ueberhaupt, mit ihr Teilen zu koennen und das ganze fuer uns beide sehr, sehr unvergesslich zu machen.

Ich muss nun sehen, dass ich nen geeignetes Grab fuer old Schrotti finde, den wir nicht mal mehr abschliessen koennen, weil im Schluessel mal wieder nen grosser Riss ist und dieser droht abzubrechen. Nicht noch mal, nicht mit mir.. Lehrgeraeumt ist er auch, sieht schon nen bissl trauchrig und elend aus, die arme Sau.. Ich werde diese Woche nochmal nach Port Douglas fahren, um mich von paar Freunden zu verabschieden und nochmal Wetter, Straende und Riff aufzusaugen, bevor ich naechsten Dienstag ins recht kuehle Sydney fliege und danach, ins, dann wohl schon, winterliche Germany:)

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24 août 2006

COOKTOWN - juhuuu

Hejhej.. so viele liebe Mails, da wollen wir auch mal wieder nen Lebenszeichen setzten, auch wenn es schwierig ist, weil wir jetzt richtig, richtig am Arsch der Welt sind.. aber wie schon oefters erwaehnt, wohl am schoensten des Planeten.
Cooktown - Noerdlicher kann man an der Ostkueste (mit nem 2-Rad-Antrieb) nicht fahren. 300 km noerdlich von Cairns und nicht viele kommen hier vorbei. Dem entsprechend auch der Charme der Kleinstadt.. Verschlafen anmutend und wirklich abgelegen. Waehrend der 'Wetseason' (September-Mai) ist man hier schon mal vom Rest des Kontinents abgeschnitten, naemlich dann, wenn die einzige Zufahrtsstrasse, vom Monsunregen ueberflutet wird.
Captain Cook ging hier uebrigens vor exakt 236 Jahren an Land, um vom Huegel aus nen Weg durchs Barrier-Reef zu finden. Auf dem selben Berg haben wir uns begeben, um den wohl besten Sonnenuntergang ueberhaupt, zu erleben. Und zu Fuessen lag der Ort, eingeklemmt, zwischen gruenen Huegeln, Mangrovenwaeldern und dem 'Endeavour' River, in dem es vor Krokodilen nur so wimmeln soll.
Cooktown hatte auch mal echt glorreiche Goldrausch-Zeiten, vor ueber hundert Jahren, soll es mal, mit 30.000 EW und 94 Pubs, zweitgroesste Stadt Queenslands gewesen sein.
Vom alten Cooktown, in dem heute lediglich nen paar mehr Seelen als in Gahlenz leben, ist immernoch ne Menge der alten Goldrausch-Architektur und gute zwei Haende voll Pubs uebrig.
Naja, wollen damit nur sagen, dass es unheimlich unglaublich ist, so etwas, so ab vom Schuss zu finden.

Insgesamt, muss ich schon zugeben, dass der aeusserste Nordosten, mittler Weile zu sowas wie meiner Lieblingsecke geworden ist. Vielleicht liegt das daran, dass dem gesamten Rest des Landes das 'Gruen' ausgegangen zu sein scheint, waehrend es hier oben, in verschwenderischer Vielfalt, alle Huegel ueberziehet, bis diese in unglaublich blauen Ozean uebergehen, getrennt nur von einem duennen Streifen weissem Sandstrandes.
Die letzten drei Tage und Naechte haben wir mitten im Urwald verbracht, am beruehmten 'Cape Tribulation'.
Der Regenwald hier oben gilt zu den aeltesten der Welt, und zu einen der wenigen Orte, wo Riff und Regenwald direkt aufeinander treffen und ist brabbelvlol mit allem, was bei uns zu Hause aus den Blumentoepfen waechst. Wunderschoen und wenn man nicht aufpasst, verfaengt man sich in einem der Baeume, die ihre bloeden Stachel ueberall hin stecken.

Aber noch mal zurueck, zu allem was passierte, bevor wir hier oben im Urwald haengen geblieben sind.
Ich glaub in Townsville waren wir stehen geblieben, in dem wir den halben Donnerstag noch nett vorueber gebracht haben. Zuerst im Aquarium, was aber, wie eigentlich jede dieser Anlagen, ziemlich ueberteuert war.. Zum Brunch haben wir uns auf die aeusserste Spitze des 'Castle Hill' verkruemelt, um nen ausfuehrliches Picknick-deluxe zu machen, mit Townsville zu Fuessen.. Genial!
Am Nachmittag fuhren wir die 200 km, ins, fuer seinen Palmengesaeumten Strand beruehmte, Mission Beach.
Nen schlimmer Wirbelsturm, der im Maerz die ganze Region verwuestete, hatte von diesem nicht viel uebrig gelassen. An manchen Palmen hing kein Blatt, der Sand war grossraeumig weggespuehlt und Haeusern fehlte, nach wie vor, das Dach.
Weiter also entlang endloser Zuckerrohr und Bananenplantagen, in die westlich von Cairns gelegenen 'Tablelands'.. Alle Wasserfaelle, die gingen, angeguckt, wilde Schildkroeten ausfindig gemacht und am Abend ins, selbstbenannte 'Rainforest Village' Kuranda geduest.
Nach vier Uhr am Nachmittag, ist es da echt nett, perfekt eingebettet in den umliegenden Urwald und voller netter kleiner Schmuckstuecke. Tagsueber verwandelt sich das Nest aber in nen quirligen Vorort von Cairns, und Bus und Bahnladungen, souvenierhungriger Touris (vor allem aus dem asiatischen Raum) ergiessen sich in die kleinen Strassen.
Eine Nacht haben wir dort verbracht und am naechsten Tag, versucht nen Paar Mitbringsel fuer Elli zu ergattern, ist wohl aber an meiner Ungeduld gescheitert, so dass wir bald auf der Strasse um Cairns herum nach Norden waren.. Es folgte ein Strandspaziergang am 'Ellis Beach' (heisst wirklich so) und gegen Abend ins sehr feine und teuere Port Douglas. Wie der Name (und Ruf) des huebschen Ortes verlauten laesst, war alles an Unterkunft (einschliesslich jedes Zeltplatzes) belegt und wir mussten, nach nem kurzen Schwaetzschen mit Ex-Tomaten-Mate Joel, weiter in den Nachbarort Mossman.

Der war so schoen, dass wir beschlossen zwei Tage zu bleiben und uns massig Zeit, fuer die Mossman Gorge, zu nehmen. Der Fluss plaetschert so dahin, zwischen riesigen Felskloetzen und durch dichten Regenwald und bildet ueberall Badeloecher, sowie Fasserfaelle mit glasklarem Wasser, welches man trinken koennte.. Ja und nach zwei Tagen, froehligem Dahinplaetscherns, stand eben unser Umzug ins Krokodilrevier an, von dem ich zu Beginn der Message geschrieben habe. Also mit der Faehre ueber den Fluss und rein in den Wald.. Quartier bezogen wir also fuer drei Tage, direkt am Strand, umgeben von viel, viel 'Gruen'.. Und das groesste, war der Nachthimmel, so vollgestopft mit Sternen, dass sogar ich, die Milstrasse, auch ohne Brille, von ganz alleine ausmachen konnte.. Und jetzt sind wir am Scheitelpunkt, das heisst, dass wir morgen zurueck nach Port Douglas fahren und dann nach Cairns, dem Ende dieser Reise. Bis dann!


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16 août 2006

Ausflug ins Paradies

beachJuhuuu.. Schoen, da sind wir wieder. Zurueck von Magnetic Island. oder auf inglisch: " B A C K  F R O M 
P A R A D I S E !!"
Nach der Segeltour, wollten wir es endlich wissen und haben uns die letzten drei Tage als 'Inselheinies' probiert. War toll mal zu erfahren, wie relaxt und doch auch irgendwie einsam, das Leben ist, wenn man ringsherum von Ozean umgeben ist und immer die selben Leute trifft.

Sonntag Morgen, sind wir nen bisschen ungewoehnlich aus Airlie Beach verabschiedet worden. Wir sassen gerade bei Obstsalat und Mueslie auf'm Hostelbalkon, als ploetzlich ne gute Anzahl an Feuerwehrwagen auffuhr. Kurz darauf, wurden wir auch schon aufgefordert, das Gebaeude zu verlassen.
Ne viertel Stunde spaeter durften wir zurueck. Keine Peilung, was da los war.
Sind dann auch gleich weiter gefahren.. Nen paar Stuendchen Beachin' in Bowen und gegen Abend ans Tagesziel 'Townsville'.. Nen Bett hatten wir schnell gefunden und zufaellig war am selben Abend, direkt vorm Hostel, nen grosses und sehr geiles Jazz-Festival, mit ganz viel Bigbands und Jazzbands und Essen und so.

frangipaniAber eigentlich, sind wir nur nach Townsville gefahren, weil hier die Faehre abfaehrt, nach Magnetic Island.
Die Insel ist recht gross, mit wenigen Ortschaften, von einer einzigen Strasse und dem Inselbus verbunden. Dazu jede Menge Nationalpark, Buchten, Sandstraende und viel viel Sonne.
Eingecheckt haben wir in nen Kategorie-A Hostel. Noch nie sowas gesehen. Eigentlich wie nen Resort angelegt, mit vielen kleinen Huetten, direkt am Beach und gehuellt in Kokospalmen..aber sehr, sehr preisguenstig.
Dort haben wir auch meinen alten Bundaberg-Kameraden Verena wiedergetroffen.
Gleich ging es mit ihr und noch nem Englaender in den Inselbus und ans andere Ende des Eilands, zum Bushwalken..
Das stellte sich bald als Rockclimbing (klettern) heraus.. Man haette auch den einfachen Wanderweg nehmen koennen, wir dachten aber, wir ziehen und zerren uns gegenseitig, ueber die riesigen Felsbrocken, immer am Wasser entlang, bis zum naechsten Strand.
Stellte sich auch bald als sehr originell heraus und wir fanden es extrem abenteuerlich :)
Unterwegs wurden wir dann in die Aborigine-Esskultur eingefuehrt. Verena hat uns gezeigt, wie man eine besondere (gruene) Ameisenart, so melkt, dass man, wenn man ihren Arsch leckt, nen lustiges Kribbeln auf der Zunge verspuert. Angeblich ist das eine Art Zitronensaft und voller Vitamine.
Interessant!
climbingBald waren wir an nem echt netten Strand, ganz allein, und ich hatte nen FlipFlop eingebuesst und musste den ganzen Rueckweg barfuss antreten..
Gestern waren wir weniger aktiv und haben eigentlich den ganzen Tag am Strand verbracht. Eigentlich waren wir sehr aktiv, denn wir haben ausserdem, den halben Tag damit verbracht, ne Kokusnuss zu ernten. Haben alles versucht vom hochklettern, bis zum 'Stoecke werfen'.. Mit dem Ergebnis, nur unreife Nuesse zu erwischen, so wie einiger boeser Schwielen an Haenden und Beinen:)

Heute hiess es zurueck aufs Festland. Zuvor sind wir aber noch mal nen halben Tag durch die Huegel gestiefelt, natuerlich nicht, ohne wieder, jede Mange Ameisen-Hinterteile zu lecken und mit vielen netten Aussichten, ueber Magnetic. Zurueck am Hostel, ist uns aufgefallen, dass die naechste Faehre in ner viertel Stunde faehrt.. Also Schuhe aus, grossen Ruecksack gesattelt, Beine in die Hand und Volldampf, am Strand entlang, zurueck zur Ablegestelle. Nen gutes Workout, 2 Kilometer joggen, mit Gewichten und doch alles fuern Arsch! Das Schiff war weg und wir mussten anderthalb Stunden warten.kokosernte
Jetzt sind wir auf jeden Fall zurueck in Townsville, Morgen frueh wollen wir uns das Aquarium reinziehen, bevor wir wieder den alten Schrotthaufen satteln um nach Mission Beach zu zuckeln. Spaeter dann mehr, und sorry fuer die ausbleibenden Mails. Wir sind halt im Urlaub und lassen uns lieber die Sonne auf die Aersche scheinen :)
..Scherzl.. eigentlich ist es seh schwer mal nen guenstiges Internetcafe zu finden.. Goodbye!

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12 août 2006

Ahoi Matrosen..

Aloha..

Hier sind wir schon wieder.. Nicht ertrunken, nicht auf der Insel vergessen, weder vom Hai gefressen, noch vom Winde verweht worden.
Juhu.. und ne riesengeile Erinnerung mehr, im grossen bunten Australien-Puzzle.
Am Donnerstag Morgen hatten wir dann doch bisschen Stress, aufs Boot zu kommen, bzw. nen Parkplatz zu finden.
Aber bald wurden wir herzlich von der SchiffsKoechin (Fiona, jung und witzig und mit stark schottischem Akzent) begruesst und waren bald auf dem Boot, dass uns drei Tage durch die Whitsundays fahren sollte.
"Enid" hiess der Kahn und war ganz schoen alt, dennoch gerade erst renoviert, um die 15 Meter lang und echt sehr huebsch.
Gleich gings los, raus aus der Marina, die Segel hochgezogen und gemuetlich durchs azurblaue Wasser, Richtung Paradies.
Die bunte Gruppe bestand aus 17 Leuten (Englaender, Iren, Daenen, Oesterreicher, Deutsche) und sind schnell miteinander ausgekommen. Immerhin musste man auch auf ganz schoen engem Raum zusammen sitzen, schlafen, essen...
Die meiste Zeit verbringt man also an Deck, denn im Schiff, wird's einem ganz schnell, ganz ganz schlecht, wenn es erst mal anfaengt los zu schaukeln.
Zwischendurch wurden wir immer wieder ausgesetzt, um, mit Flossen, Schnorchel und Brille die recht bunten Korallen und Fische zu bestaunen, oder im 'Finstern' durch den Busch zu wandern, oder halt einfach mal so am Strand zu liegen und zu entspannen.
Waehrend alle anderen, zusammengepferscht, in den schmalen Schiffskojen schliefen, hatten wir das Glueck, die Nacht auf einer einsamen Insel, unter Sternen und Bushturkeys (die machen so Geraeuche, als wenn man einem Huhn, kraeftig hinten rein tritt), im Zelt, zu verbringen.
Gestern sind wir dann irgendwie in die offene See geraten und unsere Maegen wurden auf die Probe gestellt.. Das Boot hatte, bei vollem Segel, ordentlich Schlagseite. Was nicht angebunden war, wurde ueber Bord gerissen, wer auf Toilette sass, dem schwappte die Suppe bis sonst wohin und den Daenen uebrraschte ne Welle durchs Klofenster, als er gerade auf der Schuessel sass..
Bis zum naechsten Landgang haben wirs ausgehalten, dann wurde die Uebelkeit, mit dem, so sagt man, schoensten Strand Australiens, besiegt!

Und der war wirklich schoen.. Aber guckt doch selber [...]
whitehaven_beachNach einmal kraeftig in den Wellen austoben, gings wieder aufs Boot, kurz gegessen und weiter.. Elli wurde, wegen lustigen Wellen, bald wieder flau im Magen, so kam die naechste  Schnorcheltour gerade recht.
Bald wars wieder dunkel, diesmal schliefen wir an Bord, da kein geeigneter Zeltplatz vorhanden war.
Heute weckte uns der Regen, dann wieder auf ne kleine Insel, Kopf unters Wasser und den Fischen hinterher und schon fings wieder an zu regnen.
Nach dem Lunch, wurden nochmal die Segel gesetzt, um Volldampf, mit Rueckenwind, den Kutter zurueck nach Hause zu schaukeln. Wieder mit 60 Grad Schraeglage und tosenden Wellen, nur dieses Mal wars eher auf- als schwindelerregend..
Bald waren wir im Hafen und mussten Abschied nehmen.. Und jetzt guckt noch die Bilders an. Wir fahren morgen weiter nordwaerts und sind hoffentlich bald auf der naechsten Insel. Dann mehr..!


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09 août 2006

Eastcoast Reloaded..

Huhu folks..

Juhuu..unser Schrotti (wir nennen den Wagen mittler Weile so, weil's ueberall klappert, der immer lauter wird, und uns immer weniger Tueren zur Verfuegung stehen)
Aber immerhin, hat er es bis nach Airlie Beach geschafft. Nun sind wir ueber 2000 Kilometer ueber Sydney, das Wetter wird besser, die Palmen dichter und die Straende karibischer.

Jedenfalls sind wir nach drei Tagen Shoppen, Kaffee trinken und Grossstadtleben in Brisbane, aufgebrochen, um noch rechtzeitig, unser Segelboot zu erwischen.
Dieses nimmt uns dann morgen frueh, auf die Reise, durch die beruehmten Whitsunday Islands.. Das soll dann das ganz grosse Ding, dieser Reise und des gesamten Jahres werden.
Aber mal langsam...

Nachdem wir nen ganzen Morgen, durch die endlosen Suburbs von Boomtown Brisi geirrt sind, um den richtigen Highway zu finden, waren wir bald auf dem Weg, an die verheissungsvolle 'Sunshine Coast'.
P8050041In Noosa haben wir fuer zwei Tage Anker geworfen und unser Riesenzelt in den Sand gepflockt.. Direkt am Meer, mit nem Quadratmeter 'Hausstrand', ner ganz eigenen Kokuspalme darauf und ner Menge vorbeiziehender Pelikane.
Den naechsten Tag, haben wir beschlossen nen Kajak auszuleihen. paddelnMit dem sind wir zuerst an ein einsames Straendchen gepaddelt, um nen kleines Picknick zu machen, wobei uns der Wind bald weggeweht haette.. danach auf ne kleine Insel um ungestoert Purzelbaeume zu schlagen (was macht man auch sonst auf ner einsamen Insel:) und weiter, durch die, von Brachtbauten und Palmen gesaeumten Kanaele des kleinen Rentnerparadieses, allesamt mit Bootssteg, dickem Schiff und ebenfalls nem Quadratmeter Hausstrand.
Sonntag Morgen ging es weiter in die Melonenmetropole Bundaberg vergangener Tage (wer sich noch dran erinnern sollte) 
Dort haben wir meinen alten Tomaten-Franzosen-Mate getroffen, der ganz viel gekocht hat, fuer uns und den Rest der Franzosenherde.
Uebernachten, durften wir im Knast! Ja kein Scherz, so richtig mit Gitterstaeben, Kalkwaenden und Eisentuere. Geld bezahlen mussten wir allerdings auch, und Fernseher war auch drin.
Jaja, das Cellblock-Hostel ist wohl sowas, wie ne ganz angesagte Backpackerbleibe, und war bis vor 8 Monaten ein Gefaengnis. Elli konnte ich mal ins internationale Backpackerleben, mit Rum-Coke und daemlichen Trinkspielen, einfuehren :)

Den gesamten Montag haben wir dem Highway Nr. One gewidmet. Um endlich wieder vorwaerts zu kommen, haben wir den Ford ziemlich getreten, und immerhin gute 600 Kilometer nordwaerts befoerdert. Wer jetzt denkt, dass das nicht viel ist, soll dran erinnert sein, dass man selten schneller als 100 km/h fahren darf und wenn doch dann gilt Limit 110 km/h.
Da vermisst man die gute alte Autobahn und wundert sich, warum man hier ueberhaupt, schnellere Autos baut.
Egal, die Nacht haben wir im Zelt am Highway verbracht. Waere ganz okay, wenn man nicht immer vom 'BRRRRRRRRrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruuuuuummmmmmmmmmmmmmmmmmm' vorbeirasselnder Roadtrains geweckt wuerde.
Gestern sind wir in Mackay (fuer die, die mal auf ne Karte gucken wollen) eingetroffen, fanden es sehr haesslich, haben nen Kaffe getrunken und sind weiter gefahren.. direkt in einen kleinen und sehr schmucken Wildlifepark.
rooRichtig schoen, wir waren so ziemlich die einzigsten und durftensnoopy jede Menge Koerner, an die umherhuepfenden Kangaroos, Wallabies, Enten und Emus (zur ganz grossen Freude Elli's..HAHA)
Die hatten wohl Samenstau und wollten ihr staendig an die Waesche. Sie ist wie bloede, immer weggelaufen und hat herumgekrietscht und ihr Herz schlug ziemlich bis zum Hals.
Schliesslich durften wir auch erfahren, warum Kaenguruhs so oft mit Boxhandschuh'n und blauem Auge dargestellt werden. Besonders ein Exemplar war so frech, uns wie wild zu bespringen, bedrohlich anzugucken und drauflos zu pruegeln. Musste ich erst bruellen wie ein Loewe um dem bloeden Viehsch's zu zeigen, wer Herr im Gehege ist:) Elli hat gelacht, war wohl echt beeindruckend. Hehe
Dann durften wir mit auf Krokodil und Koala Fuetterung gehen. Genial.

gimme_a_kissAm Abend, sind wir in einem tollen 'Back To Nature"-Bushcamp abgestiegen. Im dichten Regenwald, am Fluss und mitten im Nirgendwo..schlugen wir das Zelt auf. Der Besitzer sah ein wenig aus, wie der Australische Alm-Oehi und hat das ganze Camp selbst gezimmert. Inklusive Busch-Dusche.. Nen Holzschuppen, mit einer Seite offen, sodass man mitten im Urwald stand.
Elli meinte Nachts noch duschen zu muessen, auch wenns in der gesamten Anlage kein Licht gab.
An sich schon sehr mutig.. als die Groesste aller Arachnophoben ploetzlich ne dicke fette Spinne, direkt neben der Duschbrause entdeckt hatte.
Hui hui.. zuspaet wars schon, war die gute ja schon eingeseift :) Ich glaube, sie zittert immernoch.

crocHeute Morgen gings weiter, durch die endlosen Zuckerrohrfelder, hinauf nach Airlie Beach. Seines Zeichen Backpacker Mekka, mit ohne ende Party und so. Fuer uns aber nur der Steg aufs Segelboot. Morgen gehts los.. und ich freu mich das ganze Jahr schon auf Segeln, Fische und Karibikinseln.. Bilder und Berichte werden folgen, damit ihr endlich wieder neidisch werdet! Also dann, Schiffchen Ahoi.. und sollte spaetestens, naechstes Wochenende kein Eintrag folgen, is das olle Segelding wohl abgesoffen.

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02 août 2006

Aus dem Leben zweier Kaenguruhs..

Wie einige sicher schon davon gehoert haben, ist auch die Elli nun im Land der Koalas, Kaenguruhs & Traeume angekommen. Heute habe ich -als die Freundin des eigentlichen Autors- die grosse Ehre, meinen Senf im Blog zu hinterlassen und moechte versuchen einige meiner Eindruecke der letzten Tage, kurz in Worte zu fassen.

Nach relativ ermuedentem Flug, wobei ich wegen des Fensterplatzes eh keinen Schlaf finden konnte, bin ich heute vor einer Woche auf dem Flughafen in Sydney eingeschlagen. Den viel zu grossen Rucksack (fuer mich) vom Fliessband geschnappt, aufgeregt in die "Wiedersehenshalle" geflitzt und mein Ozzy (mein Chris natuerlich) entdeckt. Nach Wiedersehensbegruessung, wie aus den schoensten Liebesschnulzen (nach 10 Monaten Entzug koennt ihr das sicher nachvollziehen!?), sind wir dann zum "Auto" (welches schon viele Jahre auf dem Buckel hat, trotzdem was liebenswuerdiges an sich hat & hoffntlich noch weit duggert...) gegangen & haben eine erste Rundfahrt durch Sydney gemacht... Nachdem Chris mir innerhalb der letzten Woche gezeigt hat, wie es sich so in Hostels mit all den anderen Backpackern lebt, wie man rausfindet, wo man ein angenehmes Hostel findet, dass man seinen Futterkorb in der Kueche beschriften sollte, um am naechsten Tag noch etwas uebrig zu haben, wie die Englaender auf der Veranda sitzen & ihr abendliches Bierchen geniessen, wie man sich sonst so den Abend vertreibt, dass man zum Duschen doch lieber thongs (Flip Flops) tragen sollte, dass das Klopapier hier ziemlich duenn ist, dass man zum Schlafen mehrere Decken benoetigt (hier ist zur Zeit Winter, tagsueber fuehlt man zwar nur Sommer, aber die Naechte sind recht frisch und Heizung kennt man nicht!), wie man -um zu sparen- auch mit Billigwasser & Passionsfruechten (und OHNE Schokolade!) ueberleben kann & vieles mehr...

Nachdem ich die "Adoptivgrosseltern" kennen gelernt habe, bin ich u.a. zu dem Entschluss gekommen, wirklich Englisch zu lernen (denn es macht nicht viel Spass, in den Gespraechen immer nur ein paar Woerter zu verstehen, der australische Slang macht das ganze nicht wirklich einfacher!). Aber ich hab ja meinen Freund welcher alles klaert, damit wir nachts eine Decke unterm Hintern und eine ueberm Kopf haben :)

Die letzten Tage haben wir mit dem Auto schon eine ordentliche Strecke zurueckgelegt, Sydney von oben bestaunt, Kaenguruuhs gesehen, in verschiedenen Hostels genaechtigt, wunderschoene Landschaften wie aus dem Bilderbuch bestaunt, viele viele Bilder geschossen, Sonnenuntergaenge in trauter Zweisamkeit genossen, Fahrraeder ausgeliehen und am Strand langgeduest, am oestlichsten Punkt Australiens (und ueberhaupt) gewesen & noch viel anderes erlebt. Heute in Brisbane haben wir den gleichen Sport- & Bewegungsdrang wie in Sydney beobachtet, man koennte denken die ganze Stadt hat die Laufschuhe in der Aktentasche, packt sie in der Mittagspause aus, Anzug und Schlips rein und joggt durch Stadtpark & Botanische Gaerten. Es scheint wirklich ansteckend zu sein...

Heute wollten wir zwei uns eigentlich an den kuenstlich angelegten Strand, im Zentrum Brisbanes', zwischen die Hochhaeuser legen und die Sonne geniessen, aber wie das Schicksal es wollte, wird genau dieser Strand jetzt zu einem Schwimmbad umgebaut und es war neben der Baustelle nur noch (was trotzdem ungewoehnlich, aber schoen ist) ein Pool mit Palmen, Sand, Liegewiese und Rettungsschwimmer zu finden. Das Schicksal verfolgte uns aber noch weiter, Chris setzte sich in frisch ge... Moewen-ah-ah, mir ging ein Flip Flop halb kaputt und das Museum der Art Gallery hat seit gestern(!) geschlossen... Mal sehen was uns heute noch so komisches erwartet. Allerdings konnten wir auch schon die positiven Eindruecke der Stadt einfangen. Den gestrigen Abend verbrachten wir bei Pizza und Sonnenuntergang auf einer Aussicht, von der aus man die gesamte umwerfende Skyline vor sich hat. In einem bluehenden Gebuesch neben dem Fussweg entdeckten wir eine recht grosse gefaehrlich aussehende Schlange, welche sich in ihrem Mittagsschlaf, aber nicht stoeren liess.

Nun haben wir in den letzten Tagen schon so viel & Schoenes erlebt, dass ich gar nicht recht glauben kann, wenn mein Darling mir zu fluestert: "Es wird doch noch viiieeell besser!!"

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